PET-­CT

Methode

PET-CT ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode, die unter Anwendung spezieller, schwach radioaktiver Stoffe biochemische Vorgänge im Körper erfassen und bildlich darstellen kann. PET-CT ist ein hochsensitives Verfahren. Aktivitätsanreicherungen lassen sich nicht immer genau lokalisieren, da PET Bilder nur Stoffwechselprozesse und eine begrenzte Ortsauflösung aufzeigen. PET-CT kombiniert die detailreiche Anatomiedarstellung mit den Stoffwechselinformationen und der hohen Ortsauflösung des CT.
Verabreicht wird hauptsächlich FDG (18Fluor-Desoxyglucose) oder FEC (Fluorethylcholin). Diese radioaktive Substanz ist in der Lage, einen krankhaft gestörten Zuckerstoffwechsel in Organen oder Geweben anzuzeigen.
Das Nuklid wird in die Vene gespritzt und reichert sich innerhalb von 45 – 60 Minuten im Gewebe an. Die Untersuchung erfolgt dann in einem modernen PET-CT Gerät und dauert ca. 30 Minuten. Der Arzt kann dann zur Befundung die Mehranreicherung im PET präzise den Anatomisch hochauflösenden Bildern des CT zuordnen.

Anwendung

Die PET-Szintigraphie ist eine außergewöhnlich leistungsfähige Untersuchungsmethode. Derzeit bestehen folgende Anwendungsschwerpunkte:

  • Suche nach bösartigen Tumoren (Krebs) oder deren Fremdabsiedelungen (Metastasen)
  • Überwachung und Kontrolle einer Chemotherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung
  • Erkrankungen des Gehirns (Morbus Alzheimer, Epilepsie)
  • Herzerkrankungen (z. B. nach Herzinfarkt/vor Bypass-OP)

Da besonders auf dem Gebiet der modernen Nuklearmedizin ständig neue Forschungsergebnisse vorgelegt werden, wird die Liste der Anwendungsmöglichkeiten ständig erweitert. Für genaue Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Gründe, die Untersuchung nicht durchzuführen

  • bei Schwangerschaft
  • kein CT mit Kontrastmittel bei Niereninsuffizienz

Mögliche Begleiterscheinungen

Das radioaktive Nuklid (FDG oder FEC) ist nebenwirkungsfrei. Beim Kontrastmittel kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Patientenvorbereitung

FDG – Tumoren außer Prostata Karzinom:

  • 8 h vor Untersuchung nichts mehr essen – nüchtern!
  • Trinken zu jeder Zeit- darf aber keinen Zucker enthalten!
  • TSH und Kreatininwert mitbringen
  • genaue Aufklärung dann bei Terminvergabe

FEC – Prostata Karzinom:

  • Essen und Trinken zu jeder Zeit
  • Kreatininwert und TSH mitbringen

Dauer

Je nach Fragestellung dauert der gesamte Untersuchungsablauf zwischen ein und drei Stunden. Im Einzelnen werden Sie hierüber bei der Terminvereinbarung informiert.

Voruntersuchungen

Befundberichte und Bilder evtl. Voruntersuchungen (z. B. Röntgen, Kernspintomographie (MRT), Computertomographie (CT), Ultraschall) können bei der Auswertung hilfreich sein und sollten, wenn möglich, vorliegen.

Ergänzungsuntersuchungen

Die Positronen-Emissions-Tomographie ist eine sehr aussagekräftige Untersuchungsmethode, kann in einzelnen Fällen jedoch Fragen offen lassen, die eine weitere Abklärung durch ergänzende Verfahren notwendig machen.

Nachsorge

Eine spezielle Nachsorge ist in der Regel nicht erforderlich.

Indikationsliste – Stand 01.01.2022

§1: Vom Gemeinsamen Bundesausschuss zugelassene Indikationen bei onkologischen Fragestellungen:

Bestimmungen des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschl. der Detektion von Fernmetastasen.

Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht) bei primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen

Charakterisierung von Lungenrundherden, insbesondere Beurteilung der Dignität peripherer Lungenrundherde bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko und wenn eine Diagnosestellung mittesl invasiver Methodik nicht möglich ist

Bestimmung des Tumorstadiums von kleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen, es sei denn, dass vor der PET-Diagnostik ein kurativer Therapieansatz nicht mehr möglich erscheint

Nachweis eines Rezidivs (bei begründetem Verdacht) bei kleinzelligen Lungenkarzinom, wenn die Patienten primär kurativ behandelt wurden und wenn durch andere bildgebende Verfahren ein lokales oder   systemisches Rezidiv nicht gesichert oder nicht ausgeschlossen werden konnte

Staging-Untersuchngen beim Hodkin-Lymphom bei Erwachsenen bei Ersterkrankung und bei rezidivierter Erkrankung . Ausgenommen hiervon ist der Einsatz der PET in der Routine-Nachsorge von Patieten ohne begründeten Verdacht auf ein Rezidiv des Hodkin-Lymphoms.

Entscheidung über die Durchführung einer Neck Dissection bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder mit unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs

Entscheidung über die Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie beim Laynxkarzinom, wenn nach Abschluss einer kurativ intendierten Therapie der begründete Verdacht auf eine persistierende Erkrankung oder ein Rezidiv besteht 

Maligne Lymphome bei Kindern und Jugendlichen

Initiales Staging bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen

Indikationen die nicht im Katalog der GKV aufgeführt sind, wir es aber für sinnvoll halten mit Ihnen eine individuelle Lösung zu finden:

Diagnose, Staging und Restaging – Malignes Melanom 

Zusatzuntersuchung bei Diagnose, Staging, Restaging und Teherapiekontrolle – Mammakarzinom

Diagnose, Staging, Restaging, Tumorsuche bei Rezidivverdacht und ansteigendem Tumormarker CEA – Kolorektales Karzinom

Diagnose, Staging und Restaging – Ösophaguskarzinom

Diagnose, Staging und Restaging – CUP (Carcinoma of unknown primary)

Diagnose, Staging und Restaging – Pankreaskarzinom

Diagnose, Staging und Restaging – Hodenkarzinom

 – Diagnose, Staging Restaging – Uterus-, Cervix-, Ovarialkarzinom

Rezidivdiagnostikk bei unauffälligem Iod-Ganzkörperscan, Diagnose, Staging, Restaging bei differenzierten Karzinomen – Schilddrüsenkarzinom

Diagnose, Lokalisation, Ausbreitung – Großgefäßvaskulitis

Diagnose, Staging und Restaging – Skelett- und Weichteiltumore

Diagnose, Lokalisation, Ausbreitung – Osteomyelitis

Diagnose, Lokalisation, Ausbreitung – Spondylodiszitis

Ausschluss einer Tumorerkrankung – Fieber unklarer Genese

Nachweis entzündliche Aktionszeit – Endokartitis

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner